Milcherzeugung unter den Bedingungen des Klimawandels – Möglichkeiten zur Vermeidung oder Minderung des Hitzestresses

Wilfried Brade

Abstract


Hitzestress ist nicht nur in tropischen Ländern zu beobachten, sondern wird zunehmend auch in Ländern mit gemäßigtem Klima – infolge des zu beobachtenden Klimawandels – ein Problem.

Rinder sind relativ kältestabil, aber nur wenig hitzeresistent. Milchkühe sind vor allem sensibel gegenüber Temperaturen oberhalb ihrer thermoneutralen Zone, die sich bei hoher Luftfeuchte zusätzlich verstärkt. Hitzestress wirkt sich negativ auf die Leistung und die Gesundheit der Tiere aus; vor allem bei hoch leistenden
Tieren. Nicht nur der Rückgang der Leistung sowie die gleichzeitige Zunahme gesundheitlicher Probleme sondern auch die abnehmende Fruchtbarkeit der Tiere einschließlich die Verschlechterung der Milchqualität (zum Beispiel regelmäßige Zunahme des somatischen Milchzellgehaltes in den Sommermonaten) führen bei den Landwirten zu ökonomischen Einbußen.

Gewöhnlich ist der Tierhalter mit generellen Maßnahmen zur Linderung des Hitzestresses gut vertraut. Die in den vergangenen Jahren erzielten Leistungssteigerungen – in Verbindung mit weiter zu erwartenden Klimaänderungen – lassen diese Thematik in der tierärztlichen Beratung und bei Empfehlungen zum Neubau/Umbau von Stallanlagen jedoch zunehmend wichtiger werden.




DOI: http://dx.doi.org/10.12767/buel.v91i3.34

DOI (Volltext als PDF): http://dx.doi.org/10.12767/buel.v91i3.34.g88

DOI (Volltext als HTML): http://dx.doi.org/10.12767/buel.v91i3.34.g89