Welche Faktoren beeinflussen die Wirtschaftlichkeit von spezialisierten Milchviehbetrieben in Österreich

Leopold Kirner

Abstract


Die vorliegende Auswertung stützt sich auf die Ergebnisse der Vollkostenauswertung der bundesweiten Arbeitskreisberatung Milch in Österreich. Der Beitrag fokussiert auf die Ergebnisse von 102 Betrieben im Jahr 2016, teilweise werden auch die Auswertungen der Jahre 2014 und 2015 analysiert. Die Betriebe in der Auswertung heben sich mit knapp 40 Kühen je Betrieb deutlich vom Durchschnitt der österreichischen Milchviehbetriebe ab. Als zentrale Kennzahl für die Wirtschaftlichkeit dient der kalkulatorische Gewinn je kg Milch, dieser streute in der Stichprobe 2016 von -41,6 bis 24,8 Cent. Die Wirtschaftlichkeit stieg mit zu-nehmender Herdengröße und sie lag im Schnitt in Biobetrieben signifikant höher als in konventionell wirtschaftenden Betrieben. Demgegenüber unterschied sich der kalkulatorische Gewinn nicht nach der natürlichen Erschwernis, auch eine Folge höherer öffentlicher Gelder im Berggebiet. Während die Herdengröße die Wirtschaftlichkeit signifikant erhöhte, war der Einfluss der Milchleistung vergleichsweise gering. Eine weitere wesentliche Determinante für die Wirtschaftlichkeit stellt die Effizienz der Produktion dar. Bessere Betriebe waren in sämtlichen Kennzahlen zur Produktionstechnik etwas besser als wirtschaftlich schwächere Betriebe. Daraus lässt sich die hohe Relevanz des Managements für eine wirtschaftliche erfolgreiche Milchproduktion ableiten.

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DOI: http://dx.doi.org/10.12767/buel.v96i2.197

DOI (PDF): http://dx.doi.org/10.12767/buel.v96i2.197.g392