Neue Theorien und Methoden in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus

Bernhard Brümmer, Ulrich Hamm, Rainer Marggraf, Detlev Möller, Oliver Mußhoff, Matin Qaim, Achim Spiller, Ludwig Theuvsen, Stephan von Cramon-Taubadel, Meike Wollni

Abstract


Die Jahrestagung der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaues e.V. wurde 2014 gemeinsam von der Georg-August-Universität Göttingen und der Universität Kassel ausgerichtet. Vor dem Hintergrund vielfältiger Herausforderungen für die Agrarwirtschaft, widmete sich die Tagung der Frage, welche neuen Theorien und Methoden den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus zur Verfügung stehen und welchen Nutzen sie für die agrarökonomische Forschung bieten. Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über das Programm der Tagung und subsumiert die wichtigsten Ergebnisse.

Zu Beginn der Jahrestagung fanden zwei Prä-Konferenz-Aktivitäten statt, die sich mit dem Thema Tierwohl zwischen Markt und Moral und mit Gravity-Modellen im internationalen Agrarhandel beschäftigten. Die anschließende Plenarveranstaltung widmete sich dem allgemeinen Oberthema der Konferenz, also den neuen Methoden und Herausforderungen, die für die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus von Bedeutung sind. In 36 Arbeitsgruppenvorträgen und 28 Posterpräsentationen wurde das Oberthema der Tagung aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Zwei selbstorganisierte Arbeitsgruppen lieferten außerdem Beiträge zu evolutorischen Ansätzen in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus und zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). In der Podiumsdiskussion, die den Abschluss der Jahrestagung bildete, diskutierten Vertreter aus Politik und Wissenschaft über die Situation der Agrarforschung zwischen methodischer Exzellenz und gesellschaftlicher Wahrnehmung. Ein Tagungsband, der die Mehrzahl der in diesem Artikel zusammengefassten Beiträge enthält, wird als Band 50 der "Schriften der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaues e.V." veröffentlicht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die GEWISOLA-Tagung auch 2014 wieder großer Beliebtheit erfreute und mit interessanten Ergebnissen und Diskussionen überzeugte. Die Tagung hat eindrücklich gezeigt, zu welch großem Ausmaß neue Theorien und Methoden bereits heute in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaues angewendet werden. In den vielfältigen Diskussionen wurde aber auch deutlich, dass es sich um ein sehr dynamisches Feld handelt, wo in Zukunft weitere interessante Entwicklungen zu erwarten sind. Dabei steht im Mittelpunkt, die Vielzahl von Herausforderungen, denen sich die Agrarwirtschaft gegenüber sieht, besser zu verstehen und Lösungsansätze oder zukünftige Perspektiven aufzuzeigen. Nicht zuletzt ist es ein Kernanliegen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaues, nicht nur methodisch exzellente Arbeit zu leisten, sondern darüber hinaus auch die vielfältigen Ansprüche der Gesellschaft zu berücksichtigen.



DOI: http://dx.doi.org/10.12767/buel.v93i2.76

DOI (Volltext als PDF): http://dx.doi.org/10.12767/buel.v93i2.76.g181

DOI (Volltext als HTML): http://dx.doi.org/10.12767/buel.v93i2.76.g182