Digitalisierung auf pferdehaltenden Betrieben in Deutschland

Eine qualitative Anwendung des Technologie-Organisation-Umwelt Rahmenwerks

Autor/innen

  • Dr. Marius Michels Arbeitsbereich Landwirtschaftliche Betriebslehre Department für Agrarökonomie und Rural Entwicklung Georg-August-Universität Göttingen https://orcid.org/0000-0002-4391-4457 (nicht authentifiziert)
  • Isabell Struß Arbeitsbereich Landwirtschaftliche Betriebslehre Department für Agrarökonomie und Rural Entwicklung, Georg-August-Universität Göttingen

DOI:

https://doi.org/10.12767/bnxsvt64

Abstract

Diese Studie untersucht den Digitalisierungsstand pferdehaltender Betriebe in Deutschland und die Faktoren, die die Einführung digitaler Tools beeinflussen. Basierend auf qualitativen Interviews mit 18 pferdehaltenden Betrieben wurde das Technologie-Organisation-Umwelt (TOE) Rahmenwerk angewendet. Die Ergebnisse zeigen einen mittleren Digitalisierungsgrad (5,6/10), mit deutlichen Unterschieden zwischen den Betriebsbereichen. Die Buchhaltung, Kommunikation sowie Termin- und Futtermanagement sind teilweise digitalisiert, während andere Bereiche analog geführt werden. Haupthindernisse sind unzureichende Internetverbindungen, mangelnde pferdespezifische Tools, unterschiedliche digitale Fähigkeiten der Mitarbeitenden und fehlende zeitliche Ressourcen. Finanzmittel stellen für die meisten Betriebe keine Einschränkung dar. Auffällig ist der Mangel an unterstützenden Kooperationen und die ambivalente Haltung der Kunden gegenüber digitalen Lösungen. Das Digitalisierungspotenzial ist erheblich, da die meisten Betriebe offen für digitale Tools sind. Die Studie leitet Handlungsempfehlungen für Betriebe, Softwareanbieter und politische Entscheidungsträger ab und identifiziert Forschungsbedarf für zukünftige Studien.

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Veröffentlicht

2026-05-19

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