Verunreinigung einer Ackerfläche mit Makroplastik in Lüneburg, Niedersachsen

Autor/innen

  • Mercedes Corrales Carvajal Leuphana Universität Lüneburg image/svg+xml
  • Oliver Schmidt Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

DOI:

https://doi.org/10.12767/k138pc16

Abstract

Die Kunststoffverunreinigung von landwirtschaftlichen Gebieten ist national und auch weltweit ein gravierenderes Problem.  Trotzdem ist es wenig erforscht. Unsere Studie zielt darauf ab, zur Weiterentwicklung dieses Forschungsgebiets beizutragen. Untersucht wurde eine 16,5 ha große Ackerfläche. Wir wollten herausfinden, inwieweit Makroplastik auf einer konventionellen Ackerfläche in Lüneburg vorkommt, die nicht mit Kompost gedüngt wird, welches Ausmaß die Verunreinigung angenommen hat, wodurch diese verursacht wird und um welche Arten von Kunststoff es sich handelt.

Eine erhebliche Verunreinigung konnte festgestellt werden. Es wurden 6.529 Kunststoffabfälle (Fragmente, Teile von Objekten und Objekten) auf der gesamten Ackerfläche von 16,5 ha gefunden, was 396 Teile pro Hektar entspricht. Das Gesamtgewicht betrug 2,42 kg und die Gesamtfläche 18,1 m2. Die Hauptquelle der Verunreinigung waren Materialien aus der Landwirtschaft und als Nebenquelle Littering. Mit 88,7% des gefundenen Kunststoffs war eine 30 Jahre alte Abdeckfolie einer Maissilage die Hauptursache für die Kontamination.

Über die FTIR-Mikroskopie wurden folgende Kunststoffe nachgewiesen: Polyethylen, PE-HD (High Density Polyethylen) mit Additiven, PVC (Polyvinylchlorid), PVC mit Additiven, Polyethylen (mehrschichtig), PE-LD (Low Density Polyethylen), Polystyrol, Polypropylen und Polyethylen mit Stärke. Die gefundene Silagefolie bestand aus Polyethylen.

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Veröffentlicht

2026-10-11

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