Lebensmittelverluste in der Landwirtschaft durch Ästhetik-Ansprüche an Obst und Gemüse – Gründe, Ausmaß und Verbleib

Franziska Runge, Hannes Dr. Lang

Abstract


Im Kontext einer zunehmenden Weltbevölkerung, der steigenden Zahl hungernder Menschen, verschärfter Flächenkonkurrenz und dem Ziel des Klima- und Ressourcenschutzes, ist das Thema Lebensmittelverschwendung in Politik, Medien und Wissenschaft in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus gerückt und wird derzeit auch in Deutschland intensiv diskutiert.  In der öffentlichen Diskussion herrscht Einigkeit darüber, dass eine Reduktion der Lebensmittelverluste entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Produzenten bis zum Konsumenten hohe Priorität hat, um genannten Problemen zu begegnen. Allerdings beziehen die Mehrzahl der wissenschaftlichen Studien und damit verbundene Lösungswege die landwirtschaftliche Produktion nicht in ihren Untersuchungsumfang mit ein und lassen dabei außer Acht, dass ein großer Teil vermeidbarer Verluste bereits auf dem Feld und im Nacherntebereich entsteht, noch bevor die landwirtschaftlichen Erzeugnisse den Handel überhaupt erreichen. Da wissenschaftliche Arbeiten über den Lebensmittelverlust durch ästhetische Aspekte auf der Produktionsebene leider so gut wie nicht existieren, ist das Ziel dieser Studie zu erfassen wie die Obst- und Gemüseverluste auf Basis ästhetischer Ansprüche durch diverse Mechanismen überhaupt zustande kommen, von welchem Ausmaß die Verluste sind und was mit dem Großteil der Verluste bisher geschieht. Zudem soll ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand und die vorhandene Datenbasis gegeben werden. Diese Informationen sollen die Entstehung und Ausgangslage der Problematik verdeutlichen.

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DOI: http://dx.doi.org/10.12767/buel.v94i3.135

DOI (Volltext als PDF): http://dx.doi.org/10.12767/buel.v94i3.135.g312